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12. März 2011 - 04:47h | Aktualisiert: 8. Februar 2012 - 05:16h

Beija-Flor gewinnt Samba-Paraden von Rio de Janeiro

Hommage an Sänger Roberto Carlos bringt den Sieg

Die Sambaschule Beija-Flor hat die diesjährigen Sambaparaden im Karneval von Rio de Janeiro gewonnen. Die “Kolibris” überzeugten mit einer Hommage an den brasilianischen Sänger und Komponisten Roberto Carlos und konnten damit den 12. Titel seit der Vereinsgründung 1948 mit nach Hause nehmen. Vorjahressieger Unidos da Tijuca muss sich mit den undankbaren 2. Platz zufrieden geben, Mangueira kam auf Rang 3.

Unter dem Motto “Die Einfachheit eines Königs” zeichnete Beija-Flor das bisherige Leben und Wirken des populären Künstlers nach. Dieser war selbst auf dem letzten Wagen mit von der Partie und wurde von den Zuschauern euphorisch gefeiert. Zuvor waren viele Freunde und Kollegen an den Tribünen vorbei gezogen, darunter das Sertaneja-Duo Bruno e Marrone und die Samba-Sängerin Alcione. Aber auch sein ehemaliger Partner Erasmos Carlos hatte einen Ehrenplatz auf einem der Allegoriewagen, die gewohnt detailversessen und farbenfroh gestaltet waren. Viel Applaus gab es auch für die Begrüßungskommission, bei der ein kleiner Junge versuchte, einem Radio Musik zu entlocken. Dies sollte die Wiege der späteren Inspiration von Roberto Carlos darstellen, der mittlerweile seit mehr als 40 Jahren erfolgreich auf der Bühne steht.

Insgesamt 12 Schulen hatten sich in zwei Nächten den 75.000 Zuschauern im Sambódromo Marquês de Sapucaí präsentiert, Millionen verfolgten die Paraden live im Fernsehen oder per Internet. Jede Präsentation darf maximal 82 Minuten dauern und wird nach einem strengen Reglement bewertet. Die Punktrichter bewerten dabei die Bereiche “Bateria” – “Samba-Enredo” – “Harmonia” – “Evolução” – “Enredo” – “Conjunto” – “Alegorias e Adereços” – “Fantasias” – “Comissão de Frente” und “Mestre-Sala e Porta-Bandeira”.

In diesem Jahr musste jedoch keine Schule den Abstieg in die “Grupo do Acesso” befürchten. Nach einem Brand Anfang Februar in der Cidade do Samba wurden zahlreiche Kostüme und Motivwagen der drei Sambaschulen Portela, União da Ilha Govenador und Grande Rio zerstört. Die betroffenen Gruppen wurden bei den Paraden nicht bewertet, zudem beschloss die Vereinigung der Sambaschulen einstimmig, niemanden absteigen zu lassen. Dafür werden jedoch im kommenden Jahr gleich zwei Schulen in die Aufstiegsgruppe verbannt.

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