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6. August 2014 - 23:14h | Aktualisiert: 6. August 2014 - 23:14h

Messe in Rio de Janeiro unterstreicht Wichtigkeit des Karnevals für die Wirtschaft

Fast 20.000 Menschen mit Vorbereitung und Durchführung des Karnevals beschäftigt

Der Karneval ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Brasilien. Dem wird mit der Messe „Carnavália e Sambacon“ Rechnung getragen, die derzeit in Rio de Janeiro stattfindet. Sie wird zum ersten Mal ausgetragen, stößt aber bereits auf ein positives Echo. Vorgestellt werden dort nicht nur die Arbeiten der Sambaschulen, sondern auch die vielen Zulieferer und Firmen, mit deren Hilfe der Karneval zu einem einzigartigen Spektakel wird.

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Über 50 Aussteller beteiligen sich an der ersten Karnevalsmesse Rio de Janeiros. Sie kommen dabei nicht nur aus der Stadt am Zuckerhut. Vielmehr sind auch einige Unternehmen aus anderen brasilianischen Staaten vertreten. Deutlich wird dadurch, wie verzweigt die Aktivitäten rund um den Karneval sind. Sie beschränken sich keineswegs nur auf die wenigen Tage im Februar oder März. Vielmehr sind die Sambaschulen nahezu das ganze Jahr damit beschäftigt, den Event vorzubereiten.

Nach Schätzung des brasiliansichen Beratungsdienstes für Kleinunternehmen Sebrae benötigt jede Sambaschule die Dienste von 200 bis 300 Kleinunternehmern und Arbeitern, wie Schreiner, Schneiderinnen, Stickerinnen, Künstler und Maler. Allein in Rio de Janeiro gibt es 12 Sambaschulen in der Elitegruppe, 15 in der Gruppe A, über 50 in den Gruppen B, C, D und E sowie 18 Sambaschulen für den Nachwuchs. Damit sind fast 20.000 Menschen mit Arbeiten zum Karneval beschäftigt. Nicht mitgezählt sind dabei die indirekten Arbeitsplätze in den Zulieferfirmen, wie etwa den Unternehmen, welche die Schulen mit Schmuckfedern, Pailletten und anderem wichtigen Zubehör ausstatten.

Darüber hinaus schlägt sich der Karneval ebenso im Tourismusbereich nieder. In diesem Jahr zog er beispielsweise 6,6 Millionen Touristen aus dem In- und Ausland an. Allein an den offiziellen Faschingstagen gaben sie umgerechnet über zwei Milliarden Euro aus. Das entspricht in etwa sechs Prozent der jährlichen Gesamteinnahmen der Tourismusbranche.

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