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22. Mai 2014 - 02:52h | Aktualisiert: 22. Mai 2014 - 02:52h

Karneval in Rio: Geschichte von Samba-Strassenkehrer soll verfilmt werden

Tanzende Reinigungskraft sorgte erstmals 1997 für Aufsehen im Sambódromo

Die Geschichte des brasilianischen Straßenkehrers Renato Lourenço – besser bekannt als Renato Sorriso – soll verfilmt werden. Er wurde berühmt, als er erstmals beim Karneval 1997 mit dem Besen in der Hand Samba tanzte. Das tat er nicht irgendwo, sondern im Sambódromo von Rio de Janeiro. Eigentlich hätte er dort kehren sollen, nachdem die letzten Karnevalesken der Sambaschulen über die Avenida Marquês de Sapucaí gezogen waren.

sorriso

Es war das erste Mal, dass Renato Lourenço beim Karneval 1997 dazu eingeteilt worden war, auf der Avenida des Sambódromos zu arbeiten. Doch der konnte seinem Impuls nicht widerstehen. Als die Sambaschule vorbei gezogen war, packte er kurzerhand seinen Besen und tanzte freudestrahlend den Karnevalesken hinterher. Sein Chef war weniger begeistert davon. Das Publikum indes applaudierte dem jungen Mann begeistert über die ganze Wegstrecke hinterher.

Die Bilder gingen um die Welt. Sie zeigten einen beherzten, lachenden und fröhlichen, Samba tanzenden Brasilianer, der bald zum Symbol des Karnevals in Rio de Janeiro wurde. Renato Sorriso (Lachender Renato), wie er vom Publikum getauft wurde, eroberte die Herzen der Brasilianer. Das Model Gisele Bündchen und Sambakönig Zeca Pagodinho drehten mit ihm Werbespots. 2005 trat er in einer der brasilianischen Telenovelas auf, zuletzt tanzte er bei der Olympiade in London auf und machte Werbung für Rio 2016. Mehr Bedeutung räumt Renato indes einem anderen Erfolg ein. Mit 48 Jahren schloss der Vater dreier Kinder im vergangenen Jahr die Hochschule für Tourismus ab.

Jetzt will die Produktionsgesellschaft Caos e Cinema die Geschichte des lachenden Straßenkehrers in dem Dokumentarfilm “Sorriso” festhalten. Gezeigt werden soll der Film bei Festivals, im Internet und im staatlichen TV-Kanal TV Brasil. Alle Beteiligten hoffen, noch bis Ende des Jahres mit den Dreharbeiten beginnen zu können.

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