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5. März 2014 - 00:06h | Aktualisiert: 5. März 2014 - 00:38h

Mocidade Alegre ist Champion der Sambaparaden in São Paulo

Phantasievollen Allegorien und nahezu perfekter Auftritt sichert dritten Titelgewinn in Folge

Die Gewinner der diesjährigen Sambaparaden der Eliteschulen von São Paulo stehen fest. Die begehrte Trophäe holte sich Mocidade Alegre. Sie avancierte somit zum dreifachen Champion in Folge. Überzeugt hatte sie die Jury mit ihren phantasievollen Allegorien und ihrem nahezu perfekten Auftritt. Ebenso zum dritten Mal in Folge zum Vize gekürt wurde Rosas de Ouro. Den Bronzetitel erzielte Águia de Ouro.

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Noch bevor die Auszählung beendet war ging bereits ein Aufschrei durch die Reihen der Karnevalesken der Mocidade Alegre. Sie hatten bereits einen Punktevorsprung geschafft, der von keiner der anderen Schulen mehr eingeholt werden konnte. Allerdings war es keineswegs von Anfang an klar, welche der 14 Sambaschulen der „Grupo Especial“ den Titel holen würde. Über weite Strecken der live im TV übertragenen Verkündung der Ergebnisse wechselten sich Mocidade Alegre, Águia de Ouro und Rosas de Ouro mit der Erstplatzierung ab. Letztlich entschieden dann nur drei Zehntelpunkte über den Gewinner.

Insgesamt 269,7 Punkte von 270 möglichen vergab die Jury an die Mocidade Alegre. Lediglich bei den zwei Kriterien „Bateria“ (Percussion) und „Comissão de frente“ erhielt sie nicht die höchstmögliche Punktzahl. Ihren direkten Konkurrenten Rosas de Ouro, Águia de Ouro und Acadêmicos do Tatuapé erging es ähnlich. Der Punkteabstand der drei Gewinner ist entsprechend gering. Die Noten summierten sich bei der Zweitplatzierten auf 269,4 Punkte und bei der Drittplatzierten auf 269,3 Punkte.

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Dass Mocidade Alegre einer der Favoriten auf den Titel sein wird, zeichnete sich schon von Anfang an im Sámbodromo do Anhembi ab. Mit ihren Allegorien, der Umsetzung des Themas und der herausragenden Harmonie der einzelnen Blöcke begeisterte sie das Publikum. Phantasievoll zeigte sie die verschiedenen Facetten des Glaubens von der Esoterik bis hin zum Christentum. Durch ein harmonisches Zusammenspiel der einzelnen Komponenten zeichnete sich ebenso Rosas de Ouro aus. Sie hatte mit viel Kreativität Persönlichkeiten und Ereignisse dargestellt, die das 20. Jahrhundert geprägt haben – und dies ohne sich von dem tosenden Regen beeinträchtigen zu lassen, der zum Zeitpunkt ihres Auftritts auf das Sambódromo herunterging. Auf beeindruckende Weise in das brasilianische Bundesland Bahia entführte die Sambaschule Águia de Ouro.

httpv://www.youtube.com/watch?v=rBpEttDKdPU

Während die Einen feierten, gab es bei den anderen Tränen. Werden die zwei Letztplatzierten Sambaschulen doch in die Grupo de Acesso absteigen. Dort muss im nächsten Jahr Leandro de Itaquera wieder antreten. Sie hatte erst im vergangenen Jahr den Aufstieg in die Gruppe der Eliten geschafft. Allerdings erreichte sie mit ihrer diesjährigen Darbietung lediglich 266,4 Punkte und landete damit auf dem hintersten Rang. Leicht hatte es Leandro de Iaquera bei ihrem Umzug am Samstagabend jedoch nicht. Kaum waren die ersten Karnevalesken auf die Avenida des Sambódromos getreten, setzte ein starker Regen mit Graupeln ein.

Eine Enttäuschung gab es ebenso für Pérola Negra, deren Motto die “Felicidade”, die Fröhlichkeit, war. Sie hatte schon bei ihrer Darbietung mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Mit einem ihrer allegorischen Wagen gab es mitten auf der Avenida des Sambódromos Probleme. Zudem drohte sich das Kostüm des Mestre-sala in seine Einzelteile aufzulösen. Von der Jury gab es deshalb auch nur 267,1 Punkte, was ihr lediglich den vorletzten Platz einbrachte. Auch die Pérola Negra war erst im vergangenen Jahr in die Grupo Especial aufgestiegen.

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Die fünf besten der Eliteschulen sowie die zwei Gewinner der Grupo de Acesso stellen ihr Können nochmal am kommenden Freitag (7.) mit einem Desfilee der Sieger in umgekehrter Reihenfolge unter Beweis: Mancha Verde, Unidos de Vila Maria, Dragões da Real, Acadêmicos do Tucuruvi, Águia de Ouro, Rosas de Ouro und Mocidade Alegre.

Die Auszählung der Punkte erfolgte dieses Jahr im Sambódromo in kleinem Kreise. Beschränkt wurde die Anzahl der Anwesenden auf zehn Personen, da es 2012 bei der Bekanntgabe der Ergebnisse zu einem Tumult gekommen war.

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