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4. März 2014 - 21:59h | Aktualisiert: 5. März 2014 - 01:17h

93 Jahre: Dona Dodô ist Rios älteste Samba-Queen

Seit 79 Jahren mit Leib und Seele dem Karneval verschrieben

Eine Stunde lang Samba zu tanzen oder die 700 Meter lange Avenida des Sambódromo Marquês de Sapucaí in Rio de Janeiro entlang zu laufen ist keine einfache Sache, außer vielleicht für einen Hochleistungssportler. Um so herausragender ist, was Dona Dodô geleistet hat. Mit 93 Jahren führte die wohl älteste Samba-Queen Rios auf der Paradestrecke einen Block ihrer Sambaschule Portela an und tanzte schwunghaft mit.

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Im Jahr 1935 flanierte Maria das Dores Rodrigues, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, zum ersten Mal über die berühmte Samba-Avenida. Damals als 14-jähriges Mädel. Damit sie an der Parade teilnehmen konnte, hatte sie allerdings ihr Alter ein wenig nach oben korrigiert. Zu ihrem Glück fiel das Keinem auf. 1935 war auch das Jahr, in dem die Sambaschule Portela zum ersten Mal die begehrteste Karnevalstrophäe Rio de Janeiros erhielt. Die junge Dodô spielte dabei eine wichtige Rolle. Sie war vor 79 Jahren die Porta Bandeira, die Fahnenträgerin der Schule. Diese Figur ist eine der neun Bewertungskriterien, aus denen sich die Endnote zusammensetzt.

Bis 1966 war Dona Dodô bei den Paraden immer dabei. Nach 31 aktiven Jahren legte sie dann jedoch eine Pause ein, verlor aber nie ihre Liebe zum Samba und zur Sambaschule ihres Herzens, der Portela. Geboren wurde die bei allen beliebte und geschätzte Dona Dodô 1920 in Barra Mansa. Nach Rio de Janeiro kam sie mit Eltern bereits im Alter von vier Jahren.

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