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3. März 2014 - 16:09h | Aktualisiert: 3. März 2014 - 16:46h

„Bonecos Gigantes“ erobern historisches Olinda

Riesenpuppen stellen historische und kulturelle Persönlichkeiten dar

Dutzende „Bonecos Gigantes“ haben traditionell am Rosenmontag die historische Altstadt von Olinda im Bundesstaat Pernambuco erobert. Rund 80 Riesenpuppen bahnten sich am Vormittag ihren Weg durch die engen Gassen des noch vollständig aus der Kolonialzeit erhaltenden Stadtviertels mit seinen vielen Kirchen.

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Laut der Stadtverwaltung sollen bei dem festen alljährlichen Programmpunkt „historische und kulturelle Persönlichkeiten aus Brasilien und der Welt“ geehrt werden. Das man dafür noch nicht das zeitliche gesegnet haben muss, bewiesen die „Teilnahme“ von Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff, US-Präsident Barack Obama oder Fußballstar Ronaldinho.

Weitere Puppen stellten unter anderem Ariano Suassuna, Capiba, Jô Soares, Maurício de Nassau, Mestre Vitalino, Michael Jackson, Nelson Madela, Antônio Nóbrega, Dominguinhos, Bob Marley und Renato Aragão. Aber auch Kunstfiguren wie Batman oder der von Johnny Depp im Jahr 2010 verkörperte Hutmacher aus Alice im Wunderland waren mit dabei. Für Aufregung hatte im Vorfeld zudem die Ankündigung gesorgt, dass der im vergangenen Jahr verstorbene venezolanische Staatspräsident Hugo Chávez ebenfalls mit einer „Boneca Gigante“ geehrt werden soll.

Die Riesenpuppen sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil im Karneval von Olinda. Ihnen ist sogar ein eigenes Museum gewidmet. Sie werden aus Pappmaschee und Stoff hergestellt und mit einem Holzgerüst auf den Schultern getragen. Traditioneller Beginn der Karnevalsumzüge in der Kolonialstadt ist die Nacht um Fastnachtssonntag, wenn der „Homem da meia-noite“ (Mitternachtsmann) durch die Gassen getragen wird.

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