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3. März 2014 - 04:52h | Aktualisiert: 3. März 2014 - 04:52h

Zombie-Walk – der alternative Karneval in Curitiba

Marsch der Untoten verblüffend realistisch und vor allem gruselig

Eine etwas andere Parade erlebte am Wochenende die südbrasilianische Stadt Curitiba. Dort gingen am Sonntagnachmittag die Zombies auf die Straße. Von 12 bis 16 Uhr trafen sich am Platz Praça Osório im Stadtzentrum große und kleine Gruselfiguren, um rastlos durch die Straßen zu wandern und zu Michael Jacksons Thriller zu tanzen. Nach offiziellen Angaben vereinte der Event etwa 2.000 vor allem junge Zombiefans.

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Aufgeschnittene Hälse, blutverschmierte Hemden, zerrissene Hosen und vor allem schwarz umränderte Augen sind nur einige Requisiten, die einen richtigen Zombie ausmachen. Investiert hatten die Teilnehmer des alternativen Faschings vor allem ins Makeup – und das war oft verblüffend realistisch und vor allem gruselig: abgezogene Gesichtshaut, ein ausgestochenes Auge, Schusswunden an Hals und Armen, ein im Kopf steckendes Messer. Sogar ganze Familien samt Kleinkindern zeigten sich im schockierenden Look oder als Adamsfamily.

Seinen Ursprung hat der Zombie-Walk in Toronto in Kanada. In Curitiba gingen die Zombie-Anhänger zum ersten Mal im Jahr 2008 auf die Straße. Damals noch etwas verhalten und in kleiner Anzahl. Im Folgejahr waren es schon 600 Gruselfiguren und im vergangenen Jahr 6.000 und das trotz strömenden Regens. Für Viele bedeutet der Marsch der Untoten eine Alternative zum traditionellen Karnevalstrubel. Denn statt mit Samba oder Frevo wird der Umzug der Halbtoten von Rockmusik begleitet. Weil vier Stunden für einen Halbtoten nicht gerade eine Ewigkeit bedeuten, gab es im Anschluss noch ein Rockkonzert für Zombies.

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