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3. März 2014 - 03:26h | Aktualisiert: 3. März 2014 - 03:26h

471 wilde Pinkler festgenommen und mit Bußgeld belegt

Urinieren an öffentlichen Plätzen strengstens verboten

Urinieren in der Öffentlichkeit ist verboten. Das gilt auch in Rio de Janeiro. Daran halten tut sich allerdings nicht jeder. In den ersten zwei Karnevalswochen wurden in Rio de Janeiro bereits über 470 wilde Pinkler aufgestöbert, festgenommen, abgeführt und mit einem happigen Bußgeld bedacht. Bisheriger Höhepunkt war der Faschingssamstag, an dem gleich 181 “Mijões” zur Kasse gebeten wurden, am Sonntagnachmittag waren es 165. „Mijões“ werden die Pinkler in Brasilien genannt. Bei denen handelt es sich keinesfalls nur um Männer. Von den 470 erwischten Pinklern waren 112 Damen, die sich eher undamenhaft ihres Blaseninhalts entledigten.

12857980144_d8938c561dIm Straßenkarneval von Rio kann es auch etwas beengt zugehen

Dass beim stundenlangen Feiern im Karneval irgendwann einmal die Blase drückt, ist unumgänglich. Doch wohin, wenn es soweit ist? Der Fremdenverkehrsverband von Rio de Janeiro rechnet damit, dass beim diesjährigen Karneval fünf Millionen Menschen auf den Strassen unterwegs sein werden. Damit diese ihre kleinen und grossen Geschäfte nicht an Bäumen, Wänden und auf Straßen erledigen, hat die Stadtverwaltung knapp 21.600 chemische Toiletten aufgestellt. Das sind ein Drittel mehr als im vorigen Jahr. Enthalten sind bei den 21.600 Toiletten auch 4.896 “Mictórios”, Mini-Toiletten, die lediglich mit einem Urinierbecken ausgestattet sind. Statt Tür haben sie nur eine kleine Klappe, die den Hintern verdeckt.

Damit die Faschingsgäste auch den Weg zum WC finden, hat die Stadtverwaltung Pläne herausgegeben. In denen sind freilich auch andere Dinge verzeichnet, wie Plätze und Straßen, die mit Karnevalsattraktionen aufwarten. Die Faschingsfans können mit ihrer Hilfe aber auch die Toilettenanlagen auffinden. Dennoch gibt es immer wieder Karnevalsbesucher, die lieber in der Öffentlichkeit pinkeln. Wer dabei erwischt wird, wird in der Regel abgeführt und zur Polizeistation gebracht, um dort die Daten aufzunehmen. Für die Ordnungswidrigkeit wird übrigens ein Bußgeld in Höhe von umgerechnet 52 Euro fällig, Wiederholungstätern droht sogar der Knast.

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