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3. März 2014 - 02:46h | Aktualisiert: 3. März 2014 - 02:48h

Endlose Paraden und viel Musik kennzeichnen Karneval in Salvador

Zahlreiche musikalische Top-Acts begeistern die Massen

Schier unendlich anmutende Paraden in verschiedenen Stadtteilen Salvadors zogen am Samstag und Sonntag zehntausende Karnevalfans an. Viele Attraktionen standen auf dem Programm und viele bekannte Musiker gaben ihr Bestes, genossen den Karneval in Bahia. Geprägt war das Wochenende aber auch von vielen Überraschungen.

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Das riesige Fest stand unter dem Motto “40 Jahre Afro-Blöcke”. Seit 40 Jahren gibt es die afrobrasilianischen Blöcke bereits, die beim Karneval auf den Straßen Salvadors für Stimmung sorgen. Für das Faschingsfest wurde die historische Stadt in drei Rundkurse aufgeteilt. Auf diesen verteilten sich wiederum insgesamt 283 Blöcke mit ihren Soundwagen und Attraktionen. Geboten war für jeden etwas, sei es für die Fans der brasilianischen Popularmusik, dem Axé, dem Rock, dem Frevo oder dem Samba.

Sängerin Ivete Sangalo führte an beiden Tagen den Rundkurs Dodô musikalisch an. In Weiß war die beliebte Sängerin erschienen, der Farbe des Friedens. Mit “Tempo de Alegria”, Zeit der Fröhlichkeit heizte sie dem Mitziehenden ein. Als Gast war bei ihr die Bossanova-Sängerin Vanessa da Mata auf dem Soundwagen. Damit nicht genug der Musikgrößen. Der Umzug wartete zudem noch Sängerin Claudia Leitte auf. Mit im Repertoire hatte sie einige ihrer großen Erfolge wie “Beijar na Boca” und “Máscara”, die begeistert mitgesungen wurden. Mit einem Medley bekannter Frevo-Lieder ehrte sie zur Freude der Tanzenden den brasilianischen Bundesstaat Pernambuco. Als Gast begleitete Claudia Leitte der Musiker Michel Teló, der sich dem Sertanejo verschrieben hat, der populären Volksmusik. Für Stimmung sorgten ebenso die Sängerinnen Aline Rosa und Mari Antunes sowie die Band Chiclete com Banana.

Am Sonntagnachmittag begeisterte die Percussion- und Sambaband Olodum die Massen. Darüber hinaus weihte der Samba- und Reggaemusiker Carlinhos Brown sein Projekt Afródomo ein. An der Session beteiligen sich etliche Musiker aus den verschiedensten Stilrichtungen. Die Sängerin Daniela Mercury zog am Abend tausende Männer und Frauen an. Entlang der Strandpromenade gab es kaum noch einen Platz, so viele waren gekommen, um zu feiern. Schon am Samstagabend hatte sie dort die Massen begeistert, als sie Lieder des bereits verstorbenen brasilianischen Sängers Dorival Caymmi sang. Als der gigantische Lautsprecherwagen, auf dem sie sang, an der “Camarote”, dem Sitzplatz des Ex-Kulturministers und Musikers Gilberto Gil vorbeizog, fackelte dieser nicht lange und stimmte mit ihr in das Lied “Marina” ein.

Für eine Überraschung sorgte der “Furdunço”, eine Bewegung, die verschiedene kulturelle Gruppen vereint. Mit Gitarren, Trompeten und vielen Trommeln mischten sie sich unter den offiziellen Umzug. Mit dabei war auch die britische Band Stomp, die sich dem festlichen Treiben auf den Straßen Salvadors ergab.

Samstag Nacht setzte ein starker Regen ein. Der betraf zwar nicht die Karnavalsfans, aber einige Stadtteile Salvadors. Rettungskräfte und Feuerwehren registrierten 52 Hilferufe, unter anderem wegen Erdrutschen, umgefallenen Bäumen und Überschwemmungen. Verzeichnet wurde am Samstagnachmittag bei den Karnevalsfestivitäten ein Todesfall. Eine 50-jährige Brasilianerin starb an einem Herzstillstand, trotz der Rettungsversuche in einer Erste-Hilfe-Posten.

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