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14. Januar 2014 - 13:00h | Aktualisiert: 14. Januar 2014 - 13:00h

WM 2014 lockt mehr Touristen zum Karneval in Rio de Janeiro

Über 900.000 Touristen zum farbenfrohen Spektakel unter dem Zuckerhut erwartet

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien soll dem berühmten Karneval von Rio de Janeiro ab diesem Jahr zusätzliche Impulse geben. Damit rechnen zumindest die Verantwortlichen des farbenfrohen Spektakels unter dem Zuckerhut. Während der Tourismus in Rio generell durch die Fußball-WM ansteigen würde, sei dies bei dem Sambaparaden noch deutlicher zu spüren.

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Mit 918.000 Besuchern kalkuliert derzeit das städtische Fremdenverkehrsamt Riotur. Die wären zwei Prozent mehr Touristen als im Vorjahr. Vor allem die „Neugier“ würde die Besucher aus dem In- und Ausland nach Rio kommen lassen, ist sich Tourismusdezernent Antônio Pedro Figueira de Mello sicher. Neben dem Sambódromo, traditionell Zentrum des alljährlichen „Carnaval do Brasil“ dürften viele auch einen Abstecher zum Maracanã-Stadion machen wollen. Dort wird das Endspiel der Weltmeisterschaft ausgetragen – und in Brasilien träumt man daher auch schon vom sechsten Titel.

„Das kommende Jahr ist sehr wichtig für uns. Mit der Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft blicken die Augen der Welt erneut auf Rio de Janeiro. Die großen Ereignisse machen die Stadt noch attraktiver. Und darum werden die Tourismuszahlen nicht aufhören zu wachsen“ zeigt sich Figueira de Mello überzeugt.

Damit für die internationalen Besucher die Reise zum Karneval von Rio auch ein unvergessliches Erlebnis bleibt und zum Wiederkommen animiert, investiert die Stadt an der Guanabara-Bucht massiv in die öffentliche Sicherheit. Die 14.000 Polizisten, die im vergangenen Jahr entlang des Stassenkarnevals, in den Tourismushochburgen und natürlich auch am Sambódromo für Ordnung und Sicherheit sorgten, könnten nach jüngsten Plänen nochmals aufgestockt werden. Auch eine Erhöhung der 1.690 für den Verkehr zuständigen Beamten wird geprüft.

Um Müll und Gestank zu vermeiden, sollen zudem deutlich mehr Abfalleimer, Chemie-Klos und Santitär-Container aufgestellt werden. Auch städtische Mitarbeiter und Ordnungshüter dürften vermehrt bei den Umzug „patrouillieren“, um das Pinkeln an Häuserwände und in Grünanlagen zu verhindern oder zu ahnden. Seit Jahren werden an den närrischen Tagen regelmässig hunderte Narren beim öffentlichen Urinieren verhaftet.

Denn für Rio de Janeiro ist ein positives und vor allem sauberes Image mit viel Geld verbunden. Die 900.000 Touristen aus dem vergangenen Jahr haben die stolze Summe von 665 Millionen US-Dollar in die Stadt gebracht. In diesem Jahr wird aufgrund des leichten Besucherwachstums und der gestiegenen Preise bereits mit 743 Millionen US-Dollar gerechnet.

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