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6. Mai 2013 - 12:31h | Aktualisiert: 6. Mai 2013 - 12:31h

Besucherzahl im Karneval von Rio erneut gestiegen

900.000 Besucher spülen über 500 Mio. Euro in die Kassen

In diesem Jahr haben rund 50.000 mehr Touristen den weltberühmten Karneval von Rio de Janeiro besucht. Dies geht aus einer Schätzung der Tourismusbehörde der Millionenmetropole hervor. Laut Riotur stieg die Zahl um 5,8 Prozent auf 900.000 Besucher aus dem In- und Ausland. Dabei wurden während der närrischen Tage über 500 Millionen Euro umgesetzt.

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70 Prozent ausländische Besucher

Laut Luiz Carlos Prestes Filho, Leiter für wirtschaftliche Entwicklung im Bundesstaat Rio de Janeiro, kamen dabei rund 70 Prozent aller Besucher aus dem Ausland. „Das Besucherwachstum gerade in einem Jahr der Rezession in Europa zeigt die Festigung des Karnevals als internationale Veranstaltung“ betont Prestes Filho die fortwährende Beliebtheit der „größten Show der Welt“. Zudem sei das Spektakel unter dem Zuckerhut ein enormer Wirtschaftszweig. „Jedes Jahr werden rund 250.000 Arbeitsplätze geschaffen um die Nachfrage zu befriedigen, vornehmlich in den Werkstätten der Sambaschulen, aber auch in Restaurants, Hotels und anderen mit den Karneval verknüpften Sektoren.“

Die jüngsten Zahlen zeigen zudem auch auf, für was die Besucher ihre Dollars, Euros oder Pfund auf ihrer Reise nach Brasilien ausgeben. Demnach entfallen auf den Transport auf dem Luft-, Straßen- oder Seeweg rund ein Drittel (32%), knapp ein weiteres Drittel (29%) wird für Essen und Getränke ausgegeben. 18 Prozent wird für den Kauf von Kostümen aufgewendet, nur 10 Prozent landen in den Kassen der Besitzer von Hotels und Pensionen.

Rekord bei Kreuzfahrt-Passagieren

Der Karneval von Rio konnte in diesem Jahr auch bei den Ankünften der Ozeanriesen einen neuen Rekord verzeichnen. Insgesamt 12 Kreuzfahrtschiffe steuerten die Copacabana während der fünften Jahreszeit für ein oder mehrere Tage an, insgesamt 79.000 Passagiere stürzten sich in das närrische Treiben. Dies alleine spülte rund 13,5 Millionen Euro zusätzlich in die Kassen des im Südosten des Landes gelegenen Bundesstaates. Geld, was auch wiederum zumindest kurzfristig Arbeitsplätze schafft. Laut Américo Relvas da Rocha, Leiter der Anlegestelle Pier Mauá, wurde die Zahl der Beschäftigten über die Karnevalstage auf 700 Mitarbeiter verdoppelt.

Rio de Janeiro hofft, im kommenden Jahr erstmals die Millionenmarke knacken zu können. Die Metropole mit der gewaltigen Jesus-Statue als Wahrzeichen muss jedoch stets um Aufmerksamkeit kämpfen – gerade in Zeiten der weltweiten Finanzkrise. Gerade in Europa wird zwischenzeitlich deutlich stärker auf die Reisekosten geachtet, Strand und Sonne findet man hier auf den iberischen Inseln oder in der Türkei. Mit Sunexpress.de kann man beispielsweise bereits für kapp über 200 Euro mehrere Tage an der türkischen Ägäis entspannen, in Rio de Janeiro ist zu Karneval eine einzelne Übernachtung bereits teurer.

Die hohen Hotelkosten während der weltweit beachteten Sambaparaden sind auch das größte Ärgernis der Tourismusmanager der Stadt. Laut einer an Karneval dieses Jahres durchgeführten Umfrage kritisierten 38 Prozent der Befragten die hohen Preise in den Hotels der Stadt. Trotz allem will mit 84 Prozent der insgesamt 1.200 befragten Touristen der überwiegende Teil die Stadt erneut einmal besuchen. Um Rio attraktiver zu machen und die Übernachtungskosten nicht ausufern zu lassen, hat der Hotel- und Gaststättenverband daher in Kooperation mit dem brasilianischen Tourismusministerium beschlossen, die Hotelpreise auch in Hinblick auf die zukünftigen Großereignisse wie die Fussball-Weltmeisterschaft 2014 und der Olympiade 2016 ab sofort kontinuierlich zu überwachen.

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