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19. November 2012 - 18:36h | Aktualisiert: 4. April 2014 - 16:38h

Tanzen zum Samba-Endredo beim größten Volksfest weltweit

Beliebtes Cavaquinho begleitet den Gesang

Das größte Volksfest der Welt, der Karneval von Rio de Janeiro, ist selbstverständlich vom Samba Enredo geprägt. Schließlich spiegelt dieser ohne Weiteres die Lebensfreude der Teilnehmer wieder und stiftet jeden noch so bewegungsmüden Deutschen zum fröhlichen Mittanzen an. Allerdings gibt es auch hier Regeln, denn das Spielen von Blasinstrumenten ist während des Umzugs zum Beispiel nicht erlaubt – das einzige Instrument, welches gespielt werden darf, ist das Cavaquinho, welches den Gesang begleitet. Zudem muss der Text des Samba-Enredo zum Motto der Präsentation passen und auch auf die entsprechende Samba-Schule hinweisen. Tut er sie nicht, droht Punktabzug durch die kritischen Wertungsrichter.

Sambatänzerin im Karneval von Rio de Janeiro

Das Instrument, das die Massen zum Tanzen zwingt

Das Cavaquinho ist ein Saiteninstrument, dass kleiner als eine Gitarre und mit nur vier Saiten bespannt ist. Es ist jedoch mit seinem Holzkorpus und seinen Metallsaiten nicht mit der hawaiianischen Ukulele zu verwechseln, da das Cavaquinho als Vorläufer dieser in die Geschichtsbücher eingegangen ist und außerdem anders gestimmt wird. Es wird auch nicht gezupft, sondern (in Brasilien zumindest) mit einem Plektrum bzw. Plättchen zwischen den Fingern gespielt. Während des Karnevals motiviert es als Harmonieinstrument die singende und tanzende Masse zum Durchhalten der berühmt berüchtigten Umzüge. Dabei muss es allerdings nicht immer Samba sein – die musikalische Vielfalt Brasiliens spiegelt sich natürlich auch während der festlichen Umzüge und Parties in Rio de Janeiro wieder. Das Cavaquinho wird jedoch nicht nur für Sambamusik, sondern auch gern zum Spielen von Choro-Klängen genutzt, ein weiterer Musikstil im südamerikanischen Raum.

Zwischen Höhen und Tiefen

Wer nach dem Feierrausch trotzdem nicht wieder herunterkommen möchte, sollte sich vielleicht ein wenig in den Bergen rund um die Millionenmetropole vergnügen. Dort werden jedoch weniger Menschenmassen und laute Musik gehört, als das Echo der eigenen Stimme. Auch schön. Rio de Janeiro zur Karnevalszeit macht schließlich unheimlich viel Spaß, verlangt aber auch viel von dem ungeübten Sambatänzer ab. Wenn sich dieser zu den Tageszeiten, an denen das allgemeine Tanzfieber etwas ruht, immer noch austoben möchte, sollte er vielleicht sein Kletterzubehör einpacken und in die ruhigen Berge flüchten, um sich dort erneut zu verausgaben und gleichzeitig Energie für den ersten Tanz am Abend zu sammeln.

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