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7. Mai 2012 - 06:02h | Aktualisiert: 5. Mai 2014 - 15:45h

Rund 6 Millionen Menschen feierten Karneval in Rio de Janeiro 2012

In diesem Jahr haben vermutlich 6 Millionen Menschen den Karneval in Rio de Janeiro aktiv mitgefeiert. Damit verschmelzen die farbenfrohen Paraden im Sambódromo und die mitreißenden Umzüge in den Straßen der Stadt zum größten Volksfest der Welt. Mehrere Wochen lang tanzten und feierten sowohl Einheimische als auch Besucher fast rund um die Uhr die närrische Jahreszeit in der Metropole unter dem Zuckerhut.

Hundertausende feierten den Karneval von Rio de Janeiro am Traumstrand Ipanema

Alleine bei den Straßenumzügen kamen nach Schätzungen von Stadtverwaltung und Polizei rund 5,3 Millionen Menschen zusammen. Bei der größte Einzelveranstaltung, dem “Bloco Cordão da Bola Preta”, zogen gleich 2,2 Millionen einen ganzen Tag lang durch die Stadt. Weitere erfolgreiche Umzüge waren zudem der “Monobloco” mit 500.000 Teilnehmern, der von afrikanischen Einflüssen geprägte “Afroreggae” (400.000), der “Bloco da Preta” (250.000) und die Gruppierung mit Namen “Simpatia É Quase Amor” (150.000).

Nach Angaben der Tourismusbehörden sind zudem in diesem Jahr rund 1,1 Millionen Besucher zum größten Karnevalstreiben in Brasilien gekommen. Während ausländische Touristen vornehmlich die Sambaparaden der Eliteschulen im Sambódromo verfolgten oder an einem der vielen Karnevalsbälle teilnahmen, feierte das inländische Publikum lieber bei den Umzügen im Zentrum der Stadt oder an den Traumstränden Copacabana und Ipanema. Diese Freiluftkonzerte mit ihren riesigen Lautsprecherwagen sind nicht nur um einiges günstiger, auch kann man hier inmitten der “Cariocas” noch richtiges und authentisches Karnevals-Feeling erleben.

Doch nicht alle hatten Zeit zum Feiern. Denn wo viele Menschen zusammenkommen, fällt auch einiges an Abfall an. Insgesamt 350 Tonnen Müll musste die Stadtreinigung mit ihrem aufgestockten Personal nach den zahlreichen Umzügen entsorgen, darunter Tonnen an Luftschlangen und Konfetti. In der Berechnung fehlen jedoch unzählige Getränkedosen. Diese werden in Brasilien auch heute noch von zahlreichen Helfern direkt aufgesammelt und anschließend für die eigene Haushaltskasse an Altmetallhändler verkauft.

Und auch die Sicherheitskräfte hatte jede Menge zu tun. Während die Verkehrspolizei fast rund um die Uhr versuchte, ein Verkehrskollaps in der notorisch verstopften Stadt aufgrund zahlreicher gesperrter Straßen zu verhindern, schlugen sich die Zivilpolizei und die städtischen Sicherheitsbeamten mit ganz anderen Problemen herum. Über 1.000 Närrinnen und Narren dürfte der Spaß gründlich verdorben worden sein, denn sie wurden aufgrund von öffentlichem Urinieren kurzerhand verhaftet. Rio de Janeiro greift aufgrund von massiven Beschwerden seitens der Anwohner seit einigen Jahren hart durch. Die Stadtverwaltung hat massiv in Chemietoiletten investiert und wer diese nicht nutzt, wird nun polizeilich registriert und anschließend zur Kasse gebeten.

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