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23. Februar 2012 - 00:57h | Aktualisiert: 23. Februar 2012 - 01:25h

Unidos de Tijuca holt sich die Karnevalskrone 2012 in Rio de Janeiro

Porto da Pedra und Renascer de Jacarepaguá steigen ab

Undios de Tijuca mit einer ausgefallen Parade die Juroren der “Grupo Especial” überzeugt und sich die Karnevalskrone 2012 in Rio de Janeiro gesichert. Mit 299,9 Punkten verfehlte die Sambaschule aus einem Vorort im Südosten der Millionenmetropole die Maximalpunktzahl von 300 Punkten denkbar knapp und verwies damit Salgueiro (299,7) auf Rang 2. Auf dem dritten Platz landete Vila Isabel (299,5), gefolgt vom Vorjahressieger Beija-Flor (298,9) und Grande Rio (298,3). Am schlechtesten wurden Porto da Pedra (291,7) und Renascer de Jacarepaguá (290,2) bewertet. Beide Schulen steigen ab und müssen im kommenden Jahr in der “Aufsteigergruppe A” wieder um den Einzug in die “Spezialgruppe” kämpfen.

Unidos da Tijuca war als vorletzte Schule der Spitzengruppe am frühen Dienstagmorgen auf die Paradestrecke eingebogen. Als Hommage an den unvergessenen Luiz Gonzaga, der 2012 stolze 100 Jahre alt geworden wäre, bevölkerten 3.600 Teilnehmer die Paradestrecke im Sambódromo Marquês de Sapucaí und liessen die Erfolge der Komponisten noch einmal Revue passieren. Der Verein setzte dabei abermals auf die Kreativität des Karnevalisten Paulo Barros, der vor allem aufgrund seiner regelmäßigen Innovationen berühmt ist.

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Als vorletzte Schule der Spitzengruppe im Karneval von Rio de Janeiro gab am frühen Dienstagmorgen die Sambaschule Unidos da Tijuca nochmals richtig Gas. Als Hommage an den unvergessenen Luiz Gonzaga, der 2012 stolze 100 Jahre ... mehr »

Gemäß seinen Anweisungen hatte die Schule sogar für jeden allegorischen Wagen das entsprechende dekorative Kunsthandwerk speziell aus dem Nordosten importiert, um die Parade noch authentischer Wirken zu lassen. So repräsentierten die Baianas unter anderem die Geschicklichkeit der nordöstlichen Kunsthandwerker und ihre Kreativität mit dem Palmstroh – einer der bedeutendsten Rohstoffe für das überleben vieler Menschen im Nordosten.

Wie im vergangenen Jahr hatte die Schule erneut illusionistischen Tricks im Gepäck. Die Darsteller der Front-Kommission hauchten den Ziehharmonikas ihres verehrten “Gonzagão“ Leben ein – mittels der Akrobatik eines rumänischen Gymnastikers. Der grösste Erfolg Luiz Gonzagas, “Asa Branca“ (Weisser Flügel), wurde mit dem letzten allegorischen Wagen gewürdigt. Hier waren drei gigantische Torten mit Radios bestückt, was die große Beliebtheit symbolisieren sollte, welche der Komponist und Interpret noch heute landesweit geniesst.

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