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22. Februar 2012 - 19:36h | Aktualisiert: 22. Februar 2012 - 19:48h

Neuer Bewertungsmodus für Sambaparaden in Rio de Janeiro

Zwei Sambaschulen steigen in diesem Jahr in die Aufsteigergruppe ab

Dreizehn Sambaschulen der Spezialgruppe im Karneval von Rio de Janeiro haben in den Nächten zum Montag und Dienstag ihre Paraden im Sambódromo Marquês de Sapucaí absolviert. Alle Teilnehmer verfolgten damit nur ein Ziel: den Titel des diesjährigen Karneval-Champions mit nach Hause zu nehmen. Doch nach Abschluß der Paraden hiess es erst einmal warten. Das mit Spannung erwartete Ergebnis wird in einer scheinbar endlosen Zeremonie mit der Verkündung zahlreicher Einzelnoten erst am Aschermittwoch bekannt gegeben.

Eine Sambaschule konnte sich jedoch bereits vorher schon freuen: Vila Isabel erhielt von der renommierten Tageszeitung O Globo bereits am Dienstag den ebenfalls hochgeachteten Preis für die beste Schule der Sondergruppe. Unidos de Vila Isabel war als letzte Schule der ersten Nacht mit dem Thema “Você semba la… que eu sambo cá. O canto Livre de Angola! “ (Du semba dort… ich sambo hier. Der freie Gesang Angolas) auf die Paradestrecke eingebogen und hatte den begeisterten Zuschauern die Gemeinsamkeiten Brasiliens mit dem afrikanischen Land aufgezeigt. Die Schule wurde jedoch nicht nur mit dem höchsten Preis ausgezeichnet, sie gewann auch den Titel des besten Zeremonienmeisters und Fahnenträgerin (Mestre-sala e Porta-bandeira).

Die offizielle Bewertung der Sambaschulen wurde zudem in diesem Jahr gegenüber den Vorjahren leicht abegändert. So wurde unter anderem die Zahl der Juroren pro Wertungsbereich von fünf auf vier gesenkt. Nunmehr wird nur noch die niedrigste Note aus der Wertung gestrichen. Zudem können nunmehr nur noch Noten zwischen 9 und 10 in Dezimalschritten vergeben werden, früher variierten die Noten zwischen 8 und 10.

Folgende 10 Bereiche werden bewertet: „Bateria“, „Samba-Enredo“, „Harmonia“, „Evolução“, „Enredo“, „Conjunto“, „Alegorias e Adereços“, „Fantasias“, „Comissão de frente“ sowie „Mestre-sala e Porta-bandeira“. Damit ist zunächst eine Maximalpunktzahl von 300 Punkten möglich. Sollte es einen Gleichstand geben, entscheidet zunächst die bessere Bewertung beim „Samba-Enredo“, gefolgt vom „Enredo“. Allerdings können die Juroren einer Schule 0,1 Punkte zusätzlich vergeben. Dieser Bonus wird allerdings im offiziellen Ergebnis nicht mit berücksichtigt und dient nur dazu, eventuell später eine eventuelle Bestnote zu bestätigen.

Da aufgrund des Feuers im vergangenen Jahr mehrere Schulen von der Wertung ausgeschlossen wurden, defilierten in diesem Jahr ausnahmsweise 13 statt 12 Schulen über die Paradestrecke. Eine Schule wird im kommenden Jahr aus der „Aufsteigergruppe A“ in Spezialgruppe kommen, so daß nun gleich zwei Schulen in die „Grupo de Acesso A“ absteigen, um die Anzahl der Schulen für die Sambaparaden 2013 wieder auf 12 zu begrenzen.

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