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21. Februar 2012 - 20:19h | Aktualisiert: 22. Februar 2012 - 15:46h

Paraden der Grupo Especial in Rio: Grande Rio 2012

Sambaschule erzählt vom Überwinden der Herausforderungen des Lebens

Mit der Sambaschule Grande Rio gingen am frühen Dienstagmorgen die zweitägigen Sambaparaden in Rio de Janeiro zu Ende. Die letzte Parade der aus zwölf Schulen bestehenden „Grupo Especial“ war Brasilianern gewidmet, die sich irgendwann einmal gewissen Herausforderungen gegenüber gesehen und sie überwunden hatten. Und am Ende musste man sich wirklich überwinden, um sich selbst einzugestehen, dass das Mammut-Spektakel schon vorbei sein sollte.

Die “Front-Kommission“ eröffnete die farbenfrohe Parade mit Darstellern, die als Kinder verkleidet von den Ängsten erzählten. Ein riesiges Bettgestell mit einer Matratze entwickelte ein Eigenleben, zudem krochen unter dem Bett gespenstische Wesen hervor. Später wurde dann mit „O som da vida: melodias de superação” (Der Klang des Lebens: Melodien der Überwindung) der US-Sänger und Pianist Ray Charles geehrt, der sein Augenlicht im Alter von sieben Jahren verlor und dieses Manko mit Hilfe seiner Musik überwand. Die Schule widmete ihre “Alas“ (Themengruppen) auch Jenen, die ihre Probleme mit Sport überwunden haben: ein Motivwagen war mit Athleten des Behindertensports der brasilianischen Auswahlmannschaft besetzt, die von ihren Rollstühlen aus eine stark applaudierte Demonstration ihrer Geschicklichkeit gaben.

Karneval Zeca
Die Sambaschule Grande Rio Stammt aus der Peripherie-Stadt Duque de Caxias, einem nördlichen Aussenbezirk von Rio de Janeiro. Mit vollem Namen lautet sie “Acadêmicos do Grande Rio” und ist eine relativ neue Schule aus dem ... mehr »

Eine weitere Allegorie würdigte die Leistungen des südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela, am Ende wurde selbst Brasilien unter dem Slogan “Brasil que se supera“ (Brasilien, das sich selbst überwindet) geehrt. Das vom Karnevalisten Cahê Rodrigues entwickelte Thema brachte jedoch auch religiöse Aspekte mit dem Wagen “Anjos anunciam a luz que vem do céu” (Engel verkünden das Licht, das vom Himmel kommt) ins Sambódromo. Grande Rio symbolisiert zudem den täglichen Kampf von Männern und Frauen gegen die unterschiedlichsten Herausforderungen – etwas, mit dem sich jeder Zuschauer identifizieren konnte.

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