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21. Februar 2012 - 03:19h | Aktualisiert: 22. Februar 2012 - 15:44h

Paraden der Grupo Especial in Rio: Beija-Flor de Nilópolis 2012

Titelverteidiger ehrt verstorbenen Karnevalisten und São Luis in Maranhão

Bei den Paraden der Grupo Especial im Sambódromo Marquês de Sapucaí in Rio de Janeiro war die Sambaschule Beija-Flor de Nilópolis der vorletzte Programmpunkt der ersten Nacht. Die Vorjahressieger paradierten im Gedenken an Joãosinho Trinta, dem Karnevalisten, der 15 Jahre lang der Schule angehörte und im Dezember vergangenen Jahres verstarb.

Zu dieser Ehrung erinnerte die Schule mit einer Neuauflage von Jesus Christus als Bettler aus dem Jahr 1989 an eine der polemischsten Kreationen des berühmten Karnevalisten, welche damals auf richterlichen Beschluß abgedeckt werden musste. Diesmal hatte man unter jener schwarzen Plane eine gigantische Statue von Joasinho selbst versteckt, die im Verlauf der Parade zur allgemeinen Überraschung des Publikums enthüllt wurde. Dabei ging das eigentliche Thema der Parade zunächst ein wenig unter.

Karneval Zeca
Mit dem Samba-Thema 2008 „Macapaba: equinócio solar, viagens fantásticas ao meio do mundo“. “Macapa: Tag- und Nachtgleiche, fantastische Reise zum Mittelpunkt der Erde”. verteidigte dei Sambaschule Beija-Flor den Titel, welchen sie 2007 mit dem Samba-Thema ... mehr »

Mit “São Luís, o poema encantado do Maranhão” (São Luís, reizendes Gedicht von Maranhão ) wollte man ein ganz besonderes Bild des im Norden des Landes gelegenen Bundesstaates vermitteln und scheute dabei keine Kosten. Die Kostümgruppen waren erneut mehr als luxuriös und mit goldenen Applikation und gelben Federn verziert, was zusätzlichen Glanz in die Präsentation brachte. Die Schule brachte zudem sage und schreibe fünf Tonnen Muscheln ins Sambódromo – ausserdem reiste die Karnevals-Kommission nach São Luís, um dort das Thema folkloregerecht zu entwickeln.

Der Samba-Enredo wurde wie gewohnt von Neguinho intoniert, auch das Paar “Mestre-Sala e Porta-Bandeirar“ – Claudinho und Selminha Sorrizo – waren im 17. Jahr in Folge wieder mit von der Partie. Alle Teilnehmer hoffen nun natürlich auf den Gesamtsieg, was Beija-Flor de Nilópolis den 13. Titel bescheren würde.

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