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20. Februar 2012 - 02:05h | Aktualisiert: 22. Februar 2012 - 03:53h

Höhepunkt der Samba-Paraden in São Paulo » Seite 2

Weitere sieben Schulen präsentieren sich Jury und Publikum

Die kleine Stadt “Itanhaém“ stand im Mittelpunkt der Parade der Samba-Schule Pérola Negra. Unter dem Motto “A Pedra que Canta Também Samba, Itanháem, hoje a Pérola é Você” (Auch der singende Stein tanzt Samba, Itanháem, heute bist du die Perle) erzählte die Samba-Schule aus Vila Madalena von der 1532 gegründeten Stadt an der Küste des Bundesstaat São Paulo. So zeigte die Präsentation Episoden aus dem Leben bedeutender Personen für die Stadt, wie zum Beispiel den Pater José de Anchieta und Hans Staden, ein Deutscher, der in der Nähe von Itanháem Schiffbruch erlitt und sich mit den Ureinwohnern anfreundete. Doch auch die Missionierung der Eingeborenen durch die Jesuiten und die besondere Naturschönheit der dortigen Strände wurden näher beleuchtet. “Itanháem“ stammt aus der Sprache der Tupi-Guaraní-Indianer und heisst in der Übersetzung “Stein, der singt“.

Mit einem Thema, welches auf dem Buch “Tenda dos Milagres“ (Zelt der Wunder) des bahianischen Schriftstellers Jorge Amado basierte, warf die Sambaschule Mocidade Alegre ihren Hut in den Ring um den diesjährigen Titel. Die Präsentation unter dem Motto “Ojuobá – No Céu, os Olhos do Rei… Na Terra, a Morada dos Milagres… No Coração, um Obá Muito Amado!!! “ (Ojuobá – im Himmel die Augen des Königs… auf der Erde die Heimat der Wunder… im Herzen ein heiss geliebter Obá!) behandelte dabei die Sklaverei und die afro-brasilianische Kultur. Einer der Höhepunkte war dabei die Perkussions-Gruppe, deren „Königin“ Aline Oliveira ein Podium bestieg und den Musikern den Rhythmus auf einer Bumbo-Trommel vorgab. Aber auch die Kostümgruppe “Sambateado“ riss das Publikum zu Beifallsstürmen hin – mit 11 Stepptänzern, die Schnallen in Herzform und rot blinkende LED-Lämpchen an den Füssen trugen.

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