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20. Februar 2012 - 07:33h | Aktualisiert: 16. September 2013 - 21:34h

Karneval in Salvador

Rund 2 Millionen feiern größtes Volksfest der Welt

Der Karneval in Brasiliens Nordosten ist spektakulär, ungewöhnlich und mitreissend zugleich. Er ist das grösste Volksfest unseres Planeten. Gegründet und erhalten vom einfachen Volk selbst, handelt es sich in diesem Fall um ein spontanes und freies Manifest, einen Strassenkarneval im wahrsten Sinne des Wortes, bei dem sich Fleischliches, Spontanes und Psychisches mit der Emotion und der Kunst der Bahianer mischt, mit der sie dieses Fest jedes Jahr ein bisschen anders gestalten.

Der Karneval in Salvador lockt Massen von Touristen in die bahianische Hauptstadt. Es kommen dann mehr als zwei Millionen närrische Anhänger zusammen – Bahianer und Angereiste, sowie zirka 227 verschiedene “Blocks“ – 16 Afoxés, 41 Afros, 15 Alternative, 45 Trio-Blocks, 3 Spezielle, 2 Indianer-Blocks sowie Kinder-Blocks, kleinere Gruppen, Trommler-Blocks, und viele mehr. Hier auf Rio Karneval wollen wir das Spektakel etwas näher beleuchten und einen tiefen Einblick geben in die fünfte Jahreszeit im Nordosten Brasiliens.

Der mitreissende Sound der Trios Elétricos verwandelt die Menschen auf den drei Veranstaltungs-Kreisen “Osmar“ (auf der Avenida), “Dodô“ (zwischen Barra und Ondina) und “Batatinha“ im historischen Zentrum in eine einzige Explosion der Freude. Die Afro-Blocks mit ihren Trommeln sowie der orientalische Sound der “Afoxés“ bilden dabei einen Kontrapunkt zu diesem Fest der Massen – nicht nur weil sie besonders kreativ im Rhythmus und künstlerischen Ausdruck daherkommen sondern weil sie tatsächlich einzigartig sind.

Jedes Jahr kommen die berühmten Stars an die Prachtstraße direkt am Strand, darunter gestandene Künstler und Gruppen wie Ivete Sangalo, Carlinhos Brown, Claudia Leitte, Olodum oder Chiclete com Banana aber auch Newcomer wie Tomate oder Oz Bambaz. Die Vorgehensweise ist dabei eigentlich immer gleich. Die riesigen Lautsprecherwagen fahren auf den vorbestimmten Strecken, “verfolgt” von einer feierwilligen Meute innerhalb einer mobilen Absperrung durch Seile. Hinein kommt nur, wer eine entsprechende “Eintrittskarte” in Form eines mit dem Event bedruckten Shirt gekauft hat.

Und so feieren über Wochen hinweg – und nicht nur an den paar Karnevalstagen – Hundertausende regelmäßig eine gigantische Party, die kein Ende zu nehmen scheint. Wer nicht auf der Straße mitlaufen will, kann sich auch in einer Loge entlang der Wegstrecke einmieten und dort vielleicht sogar einen Blick auf den ein oder anderen Star erhaschen. Anders wie beim Karneval in Rio de Janeiro oder São Paulo gibt es am Ende keinen Gewinner, hier zählt alleinig die Verbundenheit mit seinem “Bloco”.

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